Die vielzitierte Politikverdrossenheit beruht meiner Meinung nach auf der Tatsache, dass sich der einzelne Bürger, wenn es denn um einzelne Belange geht, absolut entmündigt und machtlos fühlt. Demokratie wie sie im Moment empfunden wird, bedeutet, dass das angeborene Stimmrecht des Einzelnen bei der Wahl einer Partei geliehen wird, gleichzeitig die Wahl dieser Partei aber nur die wirklich allergröbste politische Gesinnung wiederspiegelt.
Als bekanntes Beispiel sei hier der Ausbau, oder auch der Bozner Flughafen ganz generall genannt. Es sieht so aus, als ob die SVP entgegen den Willen ihrer Wähler handelt und das trotz massiver Proteste und Kundgebungen.
Hier nun meine Frage:
Könnte dieses nicht mehr so neue Medium Internet genutzt werden, um dem Bürger auf einfache, durchsichtige und unkomplizierte Weise wieder zu mehr Mitspracherecht zu verhelfen?
Wenn man nun eine Partei gründen würde, so ergeben sich doch zahlreiche Möglichkeiten.
Möglichkeit 1:
Ein "klassisch" gewählte Parteispitze arbeitet Vorschläge aus, alle Südtiroler dürfen über das Internet Ja/Nein wählen.
Möglichkeit 2:
Die Vorschläge kommen "über irgeneindeinen Modus" von den Bürgern selbst, die Parteispitze ist nur dazu da, als eine Art Sprecher zu fungieren. Das heißt die Sprecher der Partei stellen ihre eigenen Meinungen komplett zurück und vertreten nach außen hin genau die Meinung die von den Bürgern mehrheitlich gewählt wurde.
Ich würde mich über andere Möglichkeiten, Kombinationen daraus, weitere Denkanstöße und Hinweise auf mögliche Probleme freuen!